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3 Kommentare 9.1.10 22:34, kommentieren

Die da Oben...

26.4.09 13:17, kommentieren

Der schlechteste Roman der jemals geschrieben wurde ! Teil 3

Für alle die es noch nicht gelesen haben, hier findet ihr Teil 1 und Teil 2!

Marcel Reich-Ranicki über "American Star":

Es ist eine Schande, das dieser Stümper der dieses sogenannte "Buch" zu Papier gebracht hat sich Schriftsteller nennen darf. Ich habe gelitten. Bei jedem einzelnen Wort schmerzte mir meine literarische Seele zutiefst. Es ist erbärmlich, so einen Zoten-fixierten Bockmist als Literatur zu verkaufen. Eine dumme Anekdote jagt die nächste, Widerlich! Bevor ich so einen geistige Diaroe nochmal lese, kuck ich mir lieber einen Monat am Stück das deutsche Fernsehprogramm an.



Der amerikanische Held wälzte sich immer noch mit Achmet ringend, umwickelt von unzähligen Kabeln auf dem Höhlenboden.

Achmet kannte Osama schon seit seiner Jugend. Er wurde als Sohn eines saudi-arabischen Töpfers geboren. Nachdem er in der Schule nur mäßige bis schlechte Noten schrieb, gab ihn sein Vater zu seinem fast blinden und schwerhörigen Onkel, der ihn das Lesen und Schreiben lehren sollte. Sein Onkel wollte ihm die Lehren des Korans näher bringen, musste aber die Hilfe der Dorfältesten in Anspruch nehmen, die bei Achmet das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom diagnostizierten. Unter medikamentöser Behandlung erlernte er dann die hohe Kunst der Schrift und musste kurz darauf feststellen, das sein Onkel jahrelang nicht den Koran, sondern ein vegetarisches Kochbuch studiert hatte. Ausgerüstet mit der Kenntnis der Zubereitung unzähliger Lauchgerichte kehrte er als Fünfzehnjähriger in seine alte Heimat zurück. Sein Vater war in Zwischenzeit gestorben, denn Osama hatte sich seine Mutter zur Frau erwählt. Osama nahm ihn von Anfang an, wie seinen eigenen Sohn, an seine Seite. Er lehrte ihn die Kunst des Kampfes, an den Schusswaffen und am Säbel. Achmet bereitete ihm die besten Lauchsuppen, die ein Mensch sich erdenken konnte.

Mit der Zeit wurde er zu Osamas rechter Hand und stand ihm immer treu zur Seite.

Ein Kabelgewirr umwickelte die beiden Opponenten, Achmet war fest an Johns Brust gefesselt, als ihm Osama auf den Rücken fiel und sich gleich in den Kabeln verfing. Der al-Qaida-Chef landete mit dem Kopf zwischen den Beinen der beiden und schrie: „Stop! Argh! Nicht weiter rumrollen wir verknoten uns noch mehr!“ Sie blieben liegen. Achmet biss John in die Nase, der ihm darauf eine Kopfnuss verpasste.“Das wirst du nicht überleben, Amerikaner“ schrie Osama und versuchte seinen Kopf etwas nach oben zu drücken, sodass er Achmets Genitalien nicht mehr länger an seinem Mund ertragen musste, dies gelang ihm auch. John war ohnmächtig zwischen den beiden Terroristen gefangen. Achmet spuckte ihm fluchend Rotze ins Gesicht, während Osama ihm das Knie in den Rücken stieß und irgend etwas auf arabisch zu Achmet rief. Die Kabel zogen sich immer fester um die Drei. Stefan Zockhügel eilte herbei. Er hatte eine Kamera dabei, konnte im Halbdunkel aber nur ein Gewirr aus Beinen und Arme erkennen. In der Hoffnung, nicht den Amerikaner, sondern einen seiner Entführer zu treffen, schlug er mit der Kamera in den Menschenhaufen. Er traf Achmet am Hinterkopf, der sofort bewusstlos wurde und John ins Gesicht sabberte. John musste sich erbrechen, hatte aber verstanden das er einen Verbündeten gefunden hatte.“Tot allen Ungläubigen“ röchelte Osama.“Dich mach ich nieder wie den Irak“ entgegnete ihm der eingewickelte Held. „Hätte ich jetzt bloß einen Sprengstoffgürtel um!“ dachte sich Osama, der seine ausweglose Situation eingesehen hatte. Auf einmal brachte John die stinkende Kotze, um seinen Mund herum, auf eine Idee. „Mein Stiefel !!!“ schrie er dem Regisseur zu. „Stiefel?“ antwortete ihm der Deutsche „ist da ein Messer?“. „Nein zieh mir den Stiefel aus und drück ihm ihn ins Gesicht“ Der Filmemacher tat was ihm geheißen wurde. Mit Gewalt zog er an Johns Stiefel, den er jetzt im Halbdunkel erkennen konnte, da sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Auf der Stelle begannen die Augen an, zu schmerzen und zu tränen. Mit letzter Kraft gelang es ihm, dem keifenden Terroristenführer den Stinkstiefel ins Gesicht zu drücken. Dann verlor er das Bewusstsein. Blut trat aus Osamas Augen, Nase und Mund. Ekzeme, Blasen und chemische Verbrennungen breiteten sich über sein Gesicht aus. Widerliche Laute kamen aus seinem Mund, die klangen wie nackte Füße im Matsch. Die Geräusche verstummten, der Terrorismuskopf war dahingeschieden. „Oh mein Gott, das hätte ich nach der Biowaffenkonvention nicht tun dürfen. Hoffentlich bekommts die Nato nicht wieder mit.“ dachte sich John, der nur aufgrund der natürlichen Resistenz gegenüber den eigenen Körpergerüchen noch bei Bewusstsein war.

to be continued ...

2 Kommentare 25.4.09 10:59, kommentieren

Herrmann Hänschn - Ein Aussteiger

Offene Ausländerfeindlichkeit, Judenhass, Sympathien für Kameradschaften - laut einer neuen Studie sind rechtsextreme Gesinnungen unter deutschen Jugendlichen weiter verbreitet als vielfach angenommen. SpagelOnline traf einen Aussteiger.

Bierhausen (Sachsen), hier treffen wir den vierundzwanzigjährigen Herrmann Hänschn. Er kennt die Szene, jahrelang war er Mitglied der Kameradschaft "Braun und alles verhauen". Herrmann sitzt am Küchentisch seiner Eltern, ein altes Arbeiterhaus an der Hauptstrasse gelegen. 70er Jahre Ost-Tapette an den Wänden, sein Vater hackt draussen Holz. Er hat eine schwarze Mütze an, wie fast immer, "Er zieht sie fast nur zum Schlafen aus." teilte uns seine Mutter mit. Herrmann schaut geistesabwesend auf die Tischdecke.

SpagelOnline: Herrmann, du warst 7 Jahre in der Szene. Wie hat denn das damals alles begonnen?

H. Hänschn: Dit war damals in da Schule. Die waren halt die Coolen, in der Ecke da standen die halt so rum un haben da Bier getrunken un Bomberjacken an. Ich un Gustav wollten da unbedingt dabei sein. Am Anfang haben wir dit jo falsch verstanden. Wir sind da beim Gustav in den Keller un ham uns mit Kacke eingerieben, der Gustav hat gesagt das macht härter. Un wir hamn halt gedacht das heisst Verschissmus un mit braun un so hat das ja auch Sinn gemacht. Dat hamn wir den aber nie erzählt.

Herrmann Hänschn bei einer Demonstration 2007

SpagelOnline: Und wie kam es dann zum Einstieg in die Kameradschaft?

H. Hänschn: Wir hamn uns halt auch so Bomberjacken gekauft un sind da so hin. Wie die dann so "Ausländer raus" gekrölt hamn, haben wir das auch gemacht un dann habn die uns auch 'n Bier gegeben.

Sein Vater kommt herrein, legt ihm die Hand auf die Schulter und sagt "Jo im Biersaufen macht der Junge mir noch gewaltig was vor!" Er streicht ihm über die Mütze. "Ich wollt ja immer das er ein ganzer Kerl wird, darum hab ich ihn ja auch Herrmann genannt, nen männlicheren Namen gibts nicht". "Klaus, jetzt lass ma den Herrmann das mit den Leuten von den Nachrichten da machen und misch dich nicht immer ein!" ruft seine Mutter aus dem Wohnzimmer. Sein Vater verschwindet wieder. Herrmann schaut wieder geistesverloren auf die Tischdecke.

SpagelOnline: Was habt ihr denn in der Kameradschaft so alles gemacht, Herrmann?

H. Hänschn: Ja halt so rumgehängt un Bier gesoffen. Die haben mich dann irgendwann Kastenvernichter genannt.

Lesen Sie das ganze Interview, ab Montag im neuen Spagel!



2 Kommentare 18.3.09 13:18, kommentieren

Der schlechteste Roman der jemals geschrieben wurde ! Teil 2

Wer Teil 1 noch nicht gelesen hatt, findet ihn hier:

"Der schlechteste Roman der jemals geschrieben wurde Teil 1"


Nach etwa zwei Stunden ermüdendem Fußmarsch erblickte er einen bewaffneten Taliban, der auf einem Felsen stand. Die Sonne war aufgegangen und blendete den Staatsfeind. John nahm sein Gewehr, legte an, schoss und traf.

Die Kugel traf den Terrorist in den Oberkörper, er fiel sofort vom Felsen und landete in einem Dornenbusch. John hastete zu seiner Beute „Ein Glück, der Schuft ist noch am Leben“.

„Todd achlem Ammerikaanaa“ stieß der Terrorist blutig hervor.

„Wo ist Osama?“ schrie ihn John an. „Dacheiimm“ entgegnete ihm der Dahinsterbende.

John wurde bewusst, dass er nicht freiwillig reden würde und entschloss sich der Foltermethode „Waterboarding“ zu bedienen. Darin hatte er während der Ausbildung eine Eins Plus mit Sternchen erhalten. Das Problem war nur, das es im afghanischen Hochland kaum Wasser gab.

Schweren Herzens entschloss er sich dazu, ihm einfach seine Wasserflasche über die Rübe zu kippen. Er öffnete den Verschluss der Wasserflasche und goss dem röchelnden Taliban den Inhalt der ganzen Flasche in den Mund. Der Taliban schien diese Folter aber misszuverstehen und sagte nur „Oh Amerika doch gudd, ich dir sagen wo Onkel Osama ist, du mir mehr Wasser geben! Röchel Würg“ John stutzte kurz, war dann aber überwältigt von der großen humanistischen Geste, die er diesem Menschen zu teilwerden ließ.

„20 Meter rechts, da Tür in Fels, dort rein, dann nch würg argg .....“ und der Taliban starb.

„Scheisse damit kann ich nichts anfangen, die mit ihrem fucking metrischen System“ dachte sich John.


„Mehr Licht von der Seite“ schrie Stefan Zockhügel, ein aus Deutschland entführter Musikvideoregisseur. Osama fummelte immer noch an seinem neuen Turban herum, mit dem er schon seit einer viertel Stunde beschäftigt war. „Achmet!!! Steht mir das lila wirklich gut? Ich komme mir hier wirklich doof vor. Die Sache mit dem Imageberater war mir von Anfang an zuwider.“ Achmet entgegnete: „Osama dein Image ist seit dem elften September schwer angeschlagen. Du wirkst auf die Welt viel zu konservativ und radikal. Wir brauchen ein hipperes Image, um mehr Sympathien in der Welt zu sammeln“.“Nee Schätzelchen hör auf den Achmet, Lila ist DIE Farbe des Sommers. Der lila Turban gibt dir etwas Feminines, etwas Sensibles. Osama you 're soo HOT mit this Look“ versuchte ihm Rocko der Image- und Stylingberater klarzumachen.

„Wenn das Video abgedreht ist bring ich diese Schwuchtel um“ murmelte sich Osama in seinen imensen Bart und betrachtete missmutig die rosa gefärbten Holzapplikationen an seiner AK 47.

„Kann das Shooting jetzt beginnen, mit dem Licht bin ich ....“ wollte gerade Stefan, der Regisseur fragen als John Jackson aus einer dunklen Ecke heraustrat und erwiderte „Ja, das Shooting kann beginnen. Rot würde dir aber besser stehen. Ähh, also rot wie Blut, ihr versteht schon. Und ähh Shooting wie Schiessen. Verstanden!?“. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht (Er war überwältigt von seiner eigenen Eloquenz) stürmte John, mit der Waffe im Anschlag, nach vorne. Stolperte dann jedoch über eine Kabelrolle. Achmet sprang sofort geistesgegenwärtig auf John, der bäuchlings auf den Boden gefallen war.“Amerikaanaaaa“ schrien die anderen Araber, die gerade noch mit dem Videodreh beschäftigt gewesen waren.

Osama ergriff die Gelegenheit sofort, um seinen ärgsten Feind zu töten.

Er riss seine AK hoch, drückte ab und traf sein Ziel in die Brust.

Rocko, der Imagefritze ging blutend zu Boden. Osama hastete zu John und Achmet die wild kämpfend auf dem Boden herumrollten, blieb dann aber auch mit dem Bein in einem Kabel hängen, das von einer Kamera herab hing. Die Kamera stürzte um, stieß dabei gegen einen Scheinwerfer, der ebenfalls umfiel. Der Scheinwerfer stürzte genau in eine Pfütze und zerbarst. Blaue Blitze zuckten durch die Leiber von Osamas Gefolge, das wie zufällig genau in der Pfütze stand. Von Krämpfen geschüttelt gingen sie zu Boden.

Der amerikanische Held wälzte sich noch immer, mit Achmet ringend, umwickelt von unzähligen Kabeln auf dem Höhlenboden.

1 Kommentar 16.3.09 12:51, kommentieren

Schnuffel - Der tiefe Fall eines Klingeltonstars


Jeder kennt ihn, er war der Superstar der Klingeltonscene 2008. Schnuffel, mit bürgerlichem Namen Joachim Löffelson, geboren im beschaulichen niederländischen Cutenbourgh, Ende 2007 entdeckt von den Talentscouts des Medienunternehmens Jamba. In seinen Klingeltonwerbespots gab er immer den süssen kleinen Kuschelhasen, doch das ist er schon lange nicht mehr. Als seine Karriere begann war Joachim gerade 3 Jahre alt ( entspricht etwa 26 in Menschenalter ), heute ist er 4,3 und schon ein alter Hase im Klingeltongeschäft. Doch er ist nicht mehr der, der er war bevor der grosse Erfolg kam. Seiner kleine Hasenseele wurde jede Unschuld geraubt, übrig geblieben ist nur noch ein egomaner selbstgerechter Rammler.

Dabei fing alles so harmlos an. Im Dezember 2007 ging er erstmals mit den Produzenten von Jamba ins Studio um seinen ersten Hit "Kuschel Song " aufzunehmen. Damals wohnte er noch bei seinen Eltern und kaufte sich ein Zugticket um von der Provinz Hollands in die Metropole Amsterdam zu fahren. "Kuschel Song" schlug ein wie eine Bombe, auf Anhieb Platz 1 in Deutschland und Österreich. Joachim "Schnuffel" Löffelson zog nach Amsterdam um. Schnell fand er Anschluss in der urbanen Partyscene, er war der Star! Anfang 2008 kam sein erstes Studioalbum "Ich hab' Dich lieb" in die Läden. Joachim war auf dem Zenit seines Erfolges. Die Tage wurden immer länger, an manchen Tagen konnte er sich nur noch mit Uppern wachhalten. Er war der King des Amsterdamer Nightlife. Ihm wurden Affairen mit Jennifer Lopez und Ashley Simpson nachgesagt. War er Anfangs seiner Karrire noch des öffteren in den amsterdamer Coffeeshops gesehen worden, wurden nach dem Erfolg seines ersten Albums die Drogen immer härter. "Ohne Kokain konnte er sich nicht mals mehr die Löffel zurecht streichen" erzählte ein enger Verdrauter, der hier aber nicht namentlich genannt werden möchte. Eine feste Freundin wurde im von seinem Management aus Imagegründen verboten und so flüchtete er Nacht für Nacht in den Schoss einer anderen.

Im August kaufte er sich eine Penthousesuite in London, in der er tagelang hinter verschlossenen Türen, zusammen mit seinem neugewonnenen Freund Crazy Frog der Versuchung von Koks und Nutten fröhnte. Sein Management hatte für Oktober die Aufnahme seines zweiten Albums "Winterwunderland" angesetzt. Die Aufnahmen mussten aber verschoben werden. "Schnuffel", zersetzt und degeneriert vom exzessiven Drogenkonsum, musste erst für zwei Wochen in die Entzugsklinik. Das Album wurde wieder ein Erfolg. Mit dem Erfolg kamen auch die Partys zurück und mit den Partys die Drogen. Immer öffters hinterließ er Spritzen in den Hotelzimmern. Er war dem Heroin verfallen.

Als Ende Februar 2009 das Video zu seiner neuen HipHop-Single "Ich will dein Arsch knuddeln, Biaatch", die in Eigeneregie entstand, gedreht werden sollte, beschimpfte er die Backgroundtänzerinnen als "dämlich hampelte Provinzschlampen, die erst noch geschmeidig gefickt werden müssen!". Nachdem er sich mehrmals übergeben musste und dann ganz zusammen brach, brachte man ihn ins Krankenhaus. Der Release der Single wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir hoffen das es ihm bald wieder besser geht und er für alle Zeiten von den Drogen loskommt. Es wäre schade um ein so grosses Talent.

6 Kommentare 12.3.09 21:21, kommentieren

Der schlechteste Roman der jemals geschrieben wurde ! (Teil 1)

Letztes Jahr, zu einer Zeit in der man mir nicht gerade "Vollbeschäftigung" nachsagen konnte, hatte ich ein literarisches Projekt begonnen. Angenervt von einer Tom Clancy Verfilmung in der Glotze begann ich den schlechtesten Roman zu schreiben, den je ein Mensch zu Papier gebracht hatte. Bis heute ist er unvollendet, da ich immer noch auf die geistige Umnachtung warte, um weiterschreiben zu können.

Also habe ich mich entschlossen das bisherige Werk auf diesem Blog zu veröffentlichen. Ich werde in unregelmässigen Absschnitten die weiteführenden Texte hie veröffentlichen.

Ich muss dazu anmerken daß das Buch noch zur Bush-Ära entstand.

Ich wünsche viel Spass:

 


 

                         American Star

                                     für Tom Clancy

 

Das Hochland Afghanistans wirkte majestätisch in der Morgenröte.

John Jackson quälte sich langsam den Hang hinauf, seine Kleider waren zerrissen von dem Kampf mit den 132 Partisanen die er am Vorabend in die ewigen Jagdgründe geschickt hatte. Der Verlust seines Freundes und Kampfgefährten Collonell Sg. Jack Brunnson machte ihm noch schwer zu schaffen!
„Scheisse, jetzt ist er tot! Wie soll ich dass seiner Frau, seinen sechs Ex-Frauen,seinen zwei Geliebten und den acht Kindern erklären, wo er doch rechtzeitig zur Hochzeit seines ältesten Sohnes am Sonntag wieder zu Hause sein wollte. Hmm, am Besten ich schreib nur ne SMS.“ dachte John und kämpfte sich mühevoll, über denen steinernen Pfad, weiter den Berg hinauf.

Seine Kampfstiefel quietschten erbärmlich und seine Füße taten weh, von der Pein des langen Weges. John litt seit seinem vierzehnten Lebensjahr unter Hyperhidrosis plantaris kaasus, im Volksmund auch als Käßfüsse bekannt. Das üble Latschensekret zerfraß langsam seine Stiefel, doch er hatte Angst sie auszuziehen. Hatte er doch beim letzten Entledigen seines Schuhwerks ohne die zwingend notwendigen Quarantänemaßnahmen für zwei Tage den Geschmack- und Geruchssinn verloren.“Man hätt ich jetzt Bock auf nen Big Mac und ne XXL Cola“ ging ihm durch den Kopf als er auf einer über ihm gelegenen Kuppe eine menschliche Silhouette erblickte.
John strich sich die Haare zurecht, hauchte auf den Lauf seines M16-Sturmgewehres und polierte kurz mit dem Hemdsärmel drüber.“Man muss ja einen guten Eindruck machen“ sagte er leise vor sich hin. „Ob der ausnahmsweise mal English spricht?“


Der alte Afghane, der da mit seinem Esel stand, wollte nur einen Moment verschnaufen als er ein muskelbepacktes Ungetüm wahrnahm das ihm auf dem felsigen Pfad entgegenkam.
Der Fremde war landesuntypisch gekleidet, trug er doch eine amerikanische Tarnuniform, ein „Proud to be American“-T-Shirt und eine etwa einen Meter hohe amerikanische Flagge lugte aus seinem beigenen Armeerucksack. Von weitem konnte der arme Bauer nur ein Sturmgewehr, drei Pistolen, von denen er jeweils eine an jeder Seite seines Gürtels und eine am Bein trug, ausmachen.
„Hi“ sagte John, doch der Bauer hüllte sich in Schweigen. John räusperte sich und stieß ein zweites jedoch lauteres „Hi“ hervor.“hackdallem du tatak ni umra niskz“ antwortete der etwas schockiert wirkende Afghane. John, der wie er oft betonte, fünfundzwanzig Sprachen perfekt sprach, entgegnete ihm „Häää ? Ähh, schöner Esel hasst du da, hab gehört die Dinger seien in Indien heilig.“, „Ah gut“ dachte sich John „ man muss erst Vertrauen aufbauen, Smalltalk hilft da“
Doch der Bauer wollte nicht antworten. John packte ihn freundschaftlich an der Schulter und fragte
„Junge hast du ne Ahnung wo der Osama ist? Du weißt schon, der Bin Laden aus den al qaida Videos. Also ich bin Barbier und soll dem alten Haudegen den Bart rassieren.“
Der Wicht schaute ihn mit großen ängstlichen Augen an, bekam jedoch keinen Laut heraus.
„Na dann, versuch ich es erst mal mit Gastgeschenken, klappt ja in Afrika auch, den schenken wir immer prima Kredite auch wenn die sie nie zurückzahlen können.“ Er kramte in seinem Rucksack und zog nach kurzer Suche eine kleine USA-Fahne hervor. „So mein Junge pass mal gut auf, da hast du ne spitzen Fahne, die kannst du dir aufs Dach von deinem Häuschen stellen, dann bomben dir die Jungs von der Airforce auch nicht die Hütte weg“ Auf einmal registrierte John dass er gerade einen fundamentalen Fehler begangen hatte. „Ich müsste es besser wissen, nach der achtjährigen Secret Servive Ausbildung und den vier Jahren bei den Marines, jetzt habe ich doch glatt, aus der Plauderlaune heraus, verraten das ich Amerikaner bin. Hätte ich ihm doch besser das Päckchen Kaugummis geschenkt, dann wär mir das nicht passiert“
Er erinnerte sich an den vierten Grundsatz für Auslandsspezialeinsätze, der da lautete „...wenns trotzdem schiefgeht, alle umlegen!!!“ und zog seine Desert Eagle aus dem Hosenbeinholster.
Der arme Bauer, der da noch immer, von Furcht gelähmt, mit der kleinen Stars-and-Stripes-Fahne in der Hand stand, erkannte schnell was die Stunde ihm geschlagen hatte und sprang geistesgegenwärtig hinter seinen Esel.

Ein Schuss fiel.

John musste zweimal hinsehen, denn der Bauer, der in braune Leinen gehüllt war und der Esel hatten eine gewisse Ähnlichkeit. Musste dann aber zu seiner Schande einsehen, dass er statt des Bauern den Esel erschossen hatte.
John, der seit seiner Kindheit immer sehr tierlieb gewesen war, traf es hart als er das arme Tier mit einer rießen Schusswunde zwischen den Augen da liegen sah.
Der Afghane lag tränenüberströmt auf dem Esel und weinte erbärmlich.
Selbst John konnte sich eine Träne nicht verkneifen. Das wollte er nicht, hatte er doch daheim, auf seiner Ranch in Texas, auch Pferde, die Eseln in gewisser Weise ähnlich sahen, nur das Esel etwas kleiner waren.“Wäre doch bloß Jack Brunnson noch am Leben, der hatte einen Bruder der Veterinärmedizin studiert hatte“ dachte John. Er wollte Wiedergutmachung leisten, also sagte er:
„Ähm, das tut mir aber leid...“ er stockte „da hab ich wohl daneben geschossen.“
Der Bauer umarmte immer noch den Eselskadaver, blickte dann aber zornig zu John hinauf und schrie „achalem achm achalaa achh ak“.
John registrierte langsam was er da verursacht hatte, dem Bauer schien sein Esel sehr wichtig gewesen zu sein.“Nochma sorry man, du bist aber kein Inder, oder? Ich mein ja nur, das ist doch bloß ein Esel, von denen gibt’s tausende, vielleicht kuckst du mal auf eBay ähh nein ähh vergiss es.“ Er merkte langsam in welches Dilemma er sich da manövriert hatte, inzwischen ging ihm die Sache so zu Herzen; er musste immer wieder an seinen Lieblingshengst „Nixon“ denken und wie es wäre wenn jemand Nixon erschießen würde.

Nicht mehr imstande den armen Eselsmann zu erschießen,der wieder heulend den Esel umschlang, entschloss er sich ihm noch 50 Dollar und die Packung Kaugummis zu geben und ging weiter.

...to be continued (in nächster Zeit)

1 Kommentar 9.3.09 01:03, kommentieren