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Der schlechteste Roman der jemals geschrieben wurde ! (Teil 1)

Letztes Jahr, zu einer Zeit in der man mir nicht gerade "Vollbeschäftigung" nachsagen konnte, hatte ich ein literarisches Projekt begonnen. Angenervt von einer Tom Clancy Verfilmung in der Glotze begann ich den schlechtesten Roman zu schreiben, den je ein Mensch zu Papier gebracht hatte. Bis heute ist er unvollendet, da ich immer noch auf die geistige Umnachtung warte, um weiterschreiben zu können.

Also habe ich mich entschlossen das bisherige Werk auf diesem Blog zu veröffentlichen. Ich werde in unregelmässigen Absschnitten die weiteführenden Texte hie veröffentlichen.

Ich muss dazu anmerken daß das Buch noch zur Bush-Ära entstand.

Ich wünsche viel Spass:

 


 

                         American Star

                                     für Tom Clancy

 

Das Hochland Afghanistans wirkte majestätisch in der Morgenröte.

John Jackson quälte sich langsam den Hang hinauf, seine Kleider waren zerrissen von dem Kampf mit den 132 Partisanen die er am Vorabend in die ewigen Jagdgründe geschickt hatte. Der Verlust seines Freundes und Kampfgefährten Collonell Sg. Jack Brunnson machte ihm noch schwer zu schaffen!
„Scheisse, jetzt ist er tot! Wie soll ich dass seiner Frau, seinen sechs Ex-Frauen,seinen zwei Geliebten und den acht Kindern erklären, wo er doch rechtzeitig zur Hochzeit seines ältesten Sohnes am Sonntag wieder zu Hause sein wollte. Hmm, am Besten ich schreib nur ne SMS.“ dachte John und kämpfte sich mühevoll, über denen steinernen Pfad, weiter den Berg hinauf.

Seine Kampfstiefel quietschten erbärmlich und seine Füße taten weh, von der Pein des langen Weges. John litt seit seinem vierzehnten Lebensjahr unter Hyperhidrosis plantaris kaasus, im Volksmund auch als Käßfüsse bekannt. Das üble Latschensekret zerfraß langsam seine Stiefel, doch er hatte Angst sie auszuziehen. Hatte er doch beim letzten Entledigen seines Schuhwerks ohne die zwingend notwendigen Quarantänemaßnahmen für zwei Tage den Geschmack- und Geruchssinn verloren.“Man hätt ich jetzt Bock auf nen Big Mac und ne XXL Cola“ ging ihm durch den Kopf als er auf einer über ihm gelegenen Kuppe eine menschliche Silhouette erblickte.
John strich sich die Haare zurecht, hauchte auf den Lauf seines M16-Sturmgewehres und polierte kurz mit dem Hemdsärmel drüber.“Man muss ja einen guten Eindruck machen“ sagte er leise vor sich hin. „Ob der ausnahmsweise mal English spricht?“


Der alte Afghane, der da mit seinem Esel stand, wollte nur einen Moment verschnaufen als er ein muskelbepacktes Ungetüm wahrnahm das ihm auf dem felsigen Pfad entgegenkam.
Der Fremde war landesuntypisch gekleidet, trug er doch eine amerikanische Tarnuniform, ein „Proud to be American“-T-Shirt und eine etwa einen Meter hohe amerikanische Flagge lugte aus seinem beigenen Armeerucksack. Von weitem konnte der arme Bauer nur ein Sturmgewehr, drei Pistolen, von denen er jeweils eine an jeder Seite seines Gürtels und eine am Bein trug, ausmachen.
„Hi“ sagte John, doch der Bauer hüllte sich in Schweigen. John räusperte sich und stieß ein zweites jedoch lauteres „Hi“ hervor.“hackdallem du tatak ni umra niskz“ antwortete der etwas schockiert wirkende Afghane. John, der wie er oft betonte, fünfundzwanzig Sprachen perfekt sprach, entgegnete ihm „Häää ? Ähh, schöner Esel hasst du da, hab gehört die Dinger seien in Indien heilig.“, „Ah gut“ dachte sich John „ man muss erst Vertrauen aufbauen, Smalltalk hilft da“
Doch der Bauer wollte nicht antworten. John packte ihn freundschaftlich an der Schulter und fragte
„Junge hast du ne Ahnung wo der Osama ist? Du weißt schon, der Bin Laden aus den al qaida Videos. Also ich bin Barbier und soll dem alten Haudegen den Bart rassieren.“
Der Wicht schaute ihn mit großen ängstlichen Augen an, bekam jedoch keinen Laut heraus.
„Na dann, versuch ich es erst mal mit Gastgeschenken, klappt ja in Afrika auch, den schenken wir immer prima Kredite auch wenn die sie nie zurückzahlen können.“ Er kramte in seinem Rucksack und zog nach kurzer Suche eine kleine USA-Fahne hervor. „So mein Junge pass mal gut auf, da hast du ne spitzen Fahne, die kannst du dir aufs Dach von deinem Häuschen stellen, dann bomben dir die Jungs von der Airforce auch nicht die Hütte weg“ Auf einmal registrierte John dass er gerade einen fundamentalen Fehler begangen hatte. „Ich müsste es besser wissen, nach der achtjährigen Secret Servive Ausbildung und den vier Jahren bei den Marines, jetzt habe ich doch glatt, aus der Plauderlaune heraus, verraten das ich Amerikaner bin. Hätte ich ihm doch besser das Päckchen Kaugummis geschenkt, dann wär mir das nicht passiert“
Er erinnerte sich an den vierten Grundsatz für Auslandsspezialeinsätze, der da lautete „...wenns trotzdem schiefgeht, alle umlegen!!!“ und zog seine Desert Eagle aus dem Hosenbeinholster.
Der arme Bauer, der da noch immer, von Furcht gelähmt, mit der kleinen Stars-and-Stripes-Fahne in der Hand stand, erkannte schnell was die Stunde ihm geschlagen hatte und sprang geistesgegenwärtig hinter seinen Esel.

Ein Schuss fiel.

John musste zweimal hinsehen, denn der Bauer, der in braune Leinen gehüllt war und der Esel hatten eine gewisse Ähnlichkeit. Musste dann aber zu seiner Schande einsehen, dass er statt des Bauern den Esel erschossen hatte.
John, der seit seiner Kindheit immer sehr tierlieb gewesen war, traf es hart als er das arme Tier mit einer rießen Schusswunde zwischen den Augen da liegen sah.
Der Afghane lag tränenüberströmt auf dem Esel und weinte erbärmlich.
Selbst John konnte sich eine Träne nicht verkneifen. Das wollte er nicht, hatte er doch daheim, auf seiner Ranch in Texas, auch Pferde, die Eseln in gewisser Weise ähnlich sahen, nur das Esel etwas kleiner waren.“Wäre doch bloß Jack Brunnson noch am Leben, der hatte einen Bruder der Veterinärmedizin studiert hatte“ dachte John. Er wollte Wiedergutmachung leisten, also sagte er:
„Ähm, das tut mir aber leid...“ er stockte „da hab ich wohl daneben geschossen.“
Der Bauer umarmte immer noch den Eselskadaver, blickte dann aber zornig zu John hinauf und schrie „achalem achm achalaa achh ak“.
John registrierte langsam was er da verursacht hatte, dem Bauer schien sein Esel sehr wichtig gewesen zu sein.“Nochma sorry man, du bist aber kein Inder, oder? Ich mein ja nur, das ist doch bloß ein Esel, von denen gibt’s tausende, vielleicht kuckst du mal auf eBay ähh nein ähh vergiss es.“ Er merkte langsam in welches Dilemma er sich da manövriert hatte, inzwischen ging ihm die Sache so zu Herzen; er musste immer wieder an seinen Lieblingshengst „Nixon“ denken und wie es wäre wenn jemand Nixon erschießen würde.

Nicht mehr imstande den armen Eselsmann zu erschießen,der wieder heulend den Esel umschlang, entschloss er sich ihm noch 50 Dollar und die Packung Kaugummis zu geben und ging weiter.

...to be continued (in nächster Zeit)

9.3.09 01:03

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